Okt 20

In meinem letzten Blog erzählte ich euch von meiner Studienreise nach Bali. Im Musikinstitut wird es solch eine Möglichkeit höchst-wahrscheinlich nie wieder geben, dennoch gibt es einen anderen Weg, im Rahmen des Studiums in weit entfernte Länder zu reisen. Da ich auf alle Fälle wieder nach Indonesien wollte, sprach ich mit meiner Dozentin, die mir dann empfahl, mich einfach mal für ein Stipendium zu bewerben. Sie selbst hatte 12 Monate in Indonesien verbracht, ihr Studium wurde von der indonesischen Regierung finanziert. 

Ich versuchte also mein Glück und bewarb mich für das so genannte ‘DARMASISWA’-Stipendium. Schon ein paar Tage später bekam ich eine Zusage und einen Merkzettel, was nun alles zu erledigen sei. Ich hatte gar nicht so sehr damit gerechnet. In der Zusage stand, dass ich ein Jahr lang Musikethnologie an der Kunsthochschule in Jogjakarta auf Java studieren könne. Was? Wo ist das denn? Und wie spricht man das aus?

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Okt 18

Heute mache ich einen rund 12000 km großen Sprung auf die wunderschöne Insel Bali. Im Rahmen des Studiums konnte ich diese tropische Insel 2006 für insgesamt drei Wochen besuchen. Eine junge Dozentin am Musikinstitut hatte damals insgesamt 15 Studenten die Möglichkeit gegeben, in einem Vorbereitungsseminar Land, Leute, allgemeine Feldforschungsmethoden und indonesienspezifische musikethnologische Forschung kennen zu lernen. Das große Ziel war, am Ende des Wintersemesters auf die bekannteste Insel Indonesiens zu fliegen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, so dass jeder Student nur einen kleinen finanziellen Beitrag leisten musste.

Nachdem wir also ein Semester lang Referate über die Balinesische/Indonesische Geschichte, teilnehmende Beobachtung, Toursimusforschung und Gamelan hielten, fuhren wir am Anfang der Semesterferien von Halle mit dem ICE nach Frankfurt und flogen nach Bangkok. Dort hatten wir einen zweitägigen Zwischenstopp und besuchten verschiedene Tempel und eine Universität. Schon dort bekamen wir einen Vorgeschmack auf tropische Temperaturen und das Chaos asiatischen Straßenverkehrs. Nach einem weiteren kurzen Aufenthalt in Brunei landeten wir am Vormittag in der Hauptstadt Denpasar, wo wir von Freunden unserer Dozentin abgeholt wurden. Diese brachten uns in unserer Hotel in der Stadt Ubud. Schon unser erster Eindruck war, gerade nach dem Gewusel von Bangkok eindeutig positiv. Es war so schön ruhig und grün! Von unseren Zimmern aus hatten wir einen tollen Ausblick auf weite Reisfelder, die direkt hinter dem Hotel angelegt waren.

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Okt 13

Das letzte Mal in meinem Studium schaue ich mir den Stundenplan des Wintersemesters an und denke sogleich zurück an die Seminare, die ich bisher in der Musikwissenschaft belegt habe. Dabei fällt mir wieder auf, welch vielfältige Möglichkeiten mir das Fach bot, um mich mit interkulturellen Fragestellungen auseinander zu setzen.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Seminar ‘Musik & Tourismus’. Von Beginn an war eine Studienfahrt zu einem Folklorefestival in Sachsen eingeplant. Im Vorfeld erarbeiteten wir uns mithilfe von überwiegend anthropologischer Grundlagenliteratur zum Thema Tourismus bestimmte Fragestellungen und erstellten Fragebögen für Besucher und Teilnehmer dieses Festes.

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