Jan 18

Einmal im Monat, genauer gesagt jeweils am 3. Sonntag des Monats, findet in Halle ein Poetry Slam statt. Ihr habt noch nie von so einer Veranstaltung gehört?

Auf einem Poetry Slam (deutsch: Dichterwettstreit) treten Poeten an, die ihre selbst verfassten Texte innerhalb einer begrenzten Zeitspanne dem Publikum vortragen und anschließend von diesem, meist mittels Noten von 1 - 10, bewertet werden. Häufig gelangen dann 3 “Slammer” in die Finalrunde, in der sie einen weiteren Text vortragen - anschließend entscheiden die Zuschauer durch eine Applaus-Abstimmung, welcher Poet den Slam gewinnt. Es gibt festgelegte Regeln, die jeder Slam-Teilnehmer einhalten muss: Seine Texte müssen selbstgeschrieben sein, er darf keine Hilfsmittel (Musikinstrumente, Requisiten o.Ä.) verwenden und er muss das Zeitlimit von 5 bis 8 Minuten einhalten. Diese Regeln gehen auf den Amerikaner Marc Smith, Gründer des ersten Poetry Slams 1986 in Chicago, zurück.

Hier ein Video von Patrick Salmen, dem Gewinner der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam 2010, am 22. Januar 2011 zu Gast im Turm Halle:

Die monatlich in Halle stattfindenden Poetry Slams werden vom Verein HALternativ e.V. veranstaltet. Der Verein wurde 2006 mit der Mission gegründet, das studentische Leben sowie die kulturelle Vielfalt der Stadt Halle zu bereichern. Neben dem Poetry Slam veranstaltet HALternativ e.V. noch weitere Events: Die “Litlounge”, eine vierteljährig stattfindende Veranstaltung, bei der Autoren ihre Bücher einem Publikum vorstellen können, “Kunst in Betrieb”, eine Ausstellungsreihe, bei der interessierte Künstler ihre gestalterischen Arbeiten präsentieren können, “Scheibenfleisch”, eine alternative Konzertreihe sowie “Studio 54″, ein Event, das in Anlehnung an den New Yorker Nachtclub der späten 70er Jahre entstand.

Der hallesche Poetry Slam findet im Turm Halle statt, welcher sich in Räumen der Moritzburg befindet und somit eine schöne, mittelalterlich angehauchte Atmosphäre bietet. Der Eintritt liegt für Studenten bei 4 Euro; Menschen ohne Arbeit wird der Eintritt kostenlos gewährt.

Mein persönliches Fazit:
Da ich Poetry Slams bisher nur aus Großstädten kenne, bin ich sehr positiv davon überrascht, dass es auch in Halle einen regelmäßig stattfindenden Poetry Slam gibt, der gut organisiert und ebenfalls gut besucht ist. Die große kulturelle Vielfalt in Halle macht die Stadt für mich zu einem besonders attraktiven Studienort! (Jana Lewandowski)

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